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Beitrag vom 17.07.2017 (Quelle: Jürgen Müller)Druckversion
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Auf den Spuren von Freddy Kottulinsky


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Ein weiteres Mal standen im Rahmen des Oldtimer Grand Prix´s „Freddy Kottulinsky Revival“ auf dem Schleizer Dreieck die Läufe der GLPpro Gleichmäßigkeits-Rennserie und die Deutsche Historische Motorradmeisterschaft im Mittelpunkt der Veranstaltung. Über 200 Rennwagen - Tourenwagen, GTs, Rennsportwagen, Formelwagen – und über 300 Rennmotorräder gingen in verschiedenen Klassen an den Start. Hinzu kamen zahlreiche Teilnehmer in den Ostklassikern – u. a. RS 1000 und MT 77 -, das Fahrerlager schien förmlich aus den Nähten zu platzen. „Nach einem etwas holprigen Start am Freitag, entwickelte sich eine Veranstaltung, die kaum noch zu toppen ist“, so das Resümee vom VFV-Veranstaltungsleiter Wolfgang Ziegler, der selbst mit einem schnellen Renntrabant zahlreiche Runden drehte.

Insbesondere die DDR-Motorsportnostalgiker kamen an diesem Wochenende auf ihre Kosten. Ein Höhepunkt im Rahmen der Classic-Veranstaltung war die Geburtstagsfeier des MT77. Im Mai 1977 wurde der Rennwagen, der eine gemeinsame Entwicklung von Hartmut Thaßler sowie Heinz und Ulli Melkus ist, im Rahmen des Frühjahrstrainings auf dem Schleizer Dreieck erstmals auf die Rennstrecke geschickt. „Auf welcher Strecke hätte diese Geburtstagsfeier besser gepasst wie in Schleiz“, so Gerhard Friedrich, der Organisator dieses Treffens. Der MT 77 sollte von 1977 an, über ein Jahrzehnt lang, maßgeblich die Formelrennszene des Ostblocks prägen. Neben den 22 MT-77- Fahrzeugen gingen auch zwei SEG-Rennwagen, die parallel in dieser Zeit konstruiert wurden, gemeinsam an den Start. Ein Wiedersehen im Cockpit ihres Rennwagens gab es u.a. mit Heinz Siegert, Gerhard Domres, Werner Juppe, Manfred Glöckner und Gerhard Friedrich. Darüber hinaus weilten die beiden DDR-Meister Wolfgang Küther, Hartmut Thaßler und Jan Vesely (CSSR), der Sieger des Pokallaufes der sozialistischen Länder von 1984, und nicht zu vergessen Helga Heinrich zu einer Stippvisite im Fahrerlager.

Im Rahmen seiner Festansprache blickte Hartmut Thaßler noch einmal kurz auf die Entstehungsgeschichte, des inzwischen legendären Rennwagens zurück. „Ich weiß bis heute selbst noch nicht, was ich lieber mache, Rennen zu fahren oder konstruieren. Vielleicht war es doch ein Rennen zu gewinnen“, fügte der Altmeister scherzhaft an. Auch Erhard Gärtner, der Macher des ADMV Classic Cup´s weilte unter den Gästen der Geburtstagsfeier. Er erinnerte noch einmal an seinen Vater Albert, der vieles im DDR-Wagenrennsport ermöglichte, was damals eigentlich unmöglich schien.

Eine tolle Präsentation lieferten auch die Teilnehmer RS 1000 Cup und des RS 1000-Treffens ab. „Der Cup vereint neben den RS 1000, Trabant sowie alle Spezialtourenwagen über 600 Kubikzentimeter des ehemaligen Ostens“, informierte Peter Melkus. Insgesamt 30 Fahrzeuge, darunter auch vier RS 2000, gingen auf die Strecke. „Ein Bild, das es schon lange nicht mehr zu sehen gab. Das Schleizer Dreieck ist für mich eine der schönsten Rennstrecken, hoffentlich bleibt sie uns noch lange erhalten“, schwärmte der Dresdner. Die Geschichte des Ostthüringer Kurses und des Hauses Melkus ist über mehrere Jahrzehnte eng verbunden.

Auf den Spuren ihres Großvaters wandelte Mikaela Ahlin-Kottulinsky, die Enkelin des Namenspatrons dieser Veranstaltung. Die 24-Jährige drehte einige Demorunden, zur Freude der Zuschauer, mit ihrem aktuellen Audi R8 LMS. Die Schwedin ist derzeit mit ihrem Auto in der ADAC GT Masters und in ihrem Heimatland, in der STTC unterwegs. „Es ist für mich eine Ehre, dass ich einmal den Kurs kennenlernen durfte, auf dem mein Opa mehrfach erfolgreich unterwegs war“, so die junge Rennfahrerin.

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