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Beitrag vom 31.07.2017 (Quelle: Jan Müller)Druckversion
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Dreiecks-Geschichten


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Wenn die Internationale Deutsche Motorradmeisterschaft (IDM) auf dem Schleizer Dreieck gastiert, ist das weit mehr als nur eine reine Motorsportveranstaltung. Abseits der Rennstrecke spielen sich Jahr für Jahr kleine Geschichten und Episoden ab, die für eine Veranstaltung dieser Art, alles andere als alltäglich sind.

Bereits ab Donnerstag war der Buchhübel schon ordentlich mit Zelten gefüllt. Die letzten Lücken schlossen sich am Freitagabend. Spätestens dann mutierte der Zeltplatz zur Partyhöhle. Frei nach dem Motto „Sehen und gesehen werden“ und „Auffallen um jeden Preis“ ließen es einige Camper wieder so richtig krachen. Donnernde Bässe aus überdimensionalen Lautsprechern, textsicherer Freudengesang in geselliger Runde, kleine Feuerwerke und natürlich jede Menge Grillgut und ein reicher Fundus an Kaltgetränken zeugten von einer ausgelassenen Stimmung.

Den aufgeweichten Untergrund aufgrund des Dauerregens unter der Woche störte da kaum jemanden. Im Gegenteil. René Eisfeld aus Mecklenburg sah das noch ganz praktisch: „Dieses Jahr verschwanden die Heringe wenigstens problemlos im Erdreich.“

Andere hingegen nutzten die Gunst der Stunde und ließen sich zu einer gepflegten Runde Matschrutschen hinreißen. Der feuchte Untergrund war auch die perfekte Spielwiese für eine Reihe an spektakulär anmutenden Eigenbaufahrzeugen. Aber es geht auch weitaus gemütlicher. Werner Finder kommt seit einigen Jahrzehnten mit seinem Wohnwagen regelmäßig immer wieder gerne nach Schleiz. „Lasst die jungen Leute nur machen. Mich stört das wenig“, schmunzelt der 68-jährige Sachse. Eine illustre Gruppe aus Oberbayern, die seit über 15 Jahren am Dreieck aufschlägt, bezeichnete den Buchhübel einfach nur als Kult. Ein Paar aus Dänemark reiste ausschließlich wegen der besonderen Atmosphäre zum Dreieckrennen an. Einen Piloten aus ihrem Heimatland konnten sie dieses Jahr nicht anfeuern. „Egal! Wir lieben das hier“, hieß es in beinahe perfekten Deutsch.

Den ersten Pokal am Wochenende gab es bereits am Freitagabend zu gewinnen. Schon obligatorisch werden nach der erfolgreichen Zeitenjagd auf der Strecke dann die Fußballschuhe geschnürt. In keinem anderen Fahrerlager der IDM ist das überhaupt vorstellbar.
Weitaus gemütlicher ließen es da hingegen die Gespannfahrer angehen.

Einmal im Jahr, und dafür haben sich die Dreiradartisten ganz gezielt das Dreieck ausgesucht, lädt die Interessengemeinschaft Gespannrennen zum „Langen Tisch“ ein. Piloten, Teammitglieder und Zuschauer speisen ebenfalls immer am Freitagabend in lockerer Atmosphäre zusammen an einer langen Tafel, die wohl wieder alle Rekorde gebrochen haben dürfte, zu Abend. Mehr Fannähe bei einer Veranstaltung dieser Art geht nun wirklich nicht.


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