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Beitrag vom 10.08.2017 (Quelle: Jürgen Müller)Druckversion
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IRRC kehrt zurück


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Die German TT beschließt die motorsportliche Zweiradsaison vom 18. bis 20. August auf dem Schleizer Dreieck. Neben der Deutschen Rundstrecken Championship (DRC) mit den Klassen SBS-Moto1, Motul-Moto2 sowie Moto Lightweight STK stehen die Meisterschaftsläufe der Classic Superbikes, der IG Königsklasse, ProThunders und der Super Classix auf dem Programm. Einen weiteren Schwerpunkt nehmen die Rennen der International Road Racing Championship (IRRC) ein. „Den Zuschauern wird an diesem Wochenende ein Mix aus Klassik und Moderne geboten. Insbesondere die heimischen Motorsportanhänger dürfen sich auf zahlreiche Starter aus der Region freuen“, informiert Michael Dangrieß, vom Veranstalter Bike Promotion. Das Hauptaugenmerk der Fans dürfte sich dabei auf die beiden IRRC-Supersport-Läufe mit den Schleizern Thomas Walther und Sebastian Frotscher richten. Beide Piloten machten in den vorangegangenen Läufen mit ausgezeichneten Ergebnissen auf sich aufmerksam. Wobei Thomas Walther seinen dritten Platz in der Gesamtwertung auf heimischen Boden weiter festigen kann, wenn nicht sogar einen Angriff auf den nur sieben Zähler vor ihm liegenden Erstplatzierten ten Besten (NL) starten kann.

Bislang gastierte die IRRC, die sich inzwischen zur inoffiziellen Europameisterschaft für Straßenrennfahrer gemausert hat, dreimal – 2010, 2011 und 2012 - auf der Ostthüringer Rennstrecke. Die Rennserie wurde 2003 ins Leben gerufen, damals noch unter der Bezeichnung 3-Nationen-Cup. „Die Initiative ging damals von den Holländern aus. Im Land der Windmühlen fehlte es an Fahrern, um eine schlagkräftige Straßenrennserie auf die Beine zu stellen. Sie suchten nach Partnern, die sie schließlich in Belgien und Deutschland fanden“, erinnert sich Torsten Schmidt, Verantwortlicher für Starterfeld und Strecken bei der IRRC. Im Übrigen waren damals nicht die Verantwortlichen des Frohburger Dreieckrennens der Ansprechpartner Nummer eins in Deutschland, sondern die des Schleizer Dreiecks. Doch in Schleiz stieß man zum damaligen Zeitpunkt auf taube Ohren.

Zwischen 2003 und 2009 kämpften jeweils zehn Piloten aus den drei Nationen auf drei Rennstrecken – Hengelo (NL), Oostende (B) und Frohburg (D) –, in insgesamt sechs Rennen, um den Cupsieg. „Insbesondere in Deutschland mussten wir viel Lobbyarbeit leisten und Klinken putzen, um die zehn Starter zu aktivieren. Oftmals stieß ich damals auf taube Ohren“, so Torsten Schmidt weiter. Doch die unermüdliche, ehrenamtliche Arbeit sollte sich lohnen. Im Laufe der Jahre wurden auch Fahrer aus anderen Nationen auf die Rennserie aufmerksam und wollten ebenfalls an den Start gehen, doch unter den bislang gegebenen Umständen war dies jedoch nicht möglich. Eine große Veränderung war dazu allerdings nicht notwendig, lediglich eine Namensänderung. 2010 startete man mit dem relativ einfach gehaltenen Regelwerk, unter neuen Namen IRRC in die Saison. Aufgrund der ständig steigenden Starterzahlen bekamen die Supersportler ab 2012 ihren eigenen Wertungslauf zugesprochen. Die Supersportler waren bis zu diesem Zeitpunkt chancenlos auf den Gesamtsieg, auch wenn es Rico Penzkofer gelegentlich gelang in die Phalanx der Superbiker einzubrechen.

Mit der steigenden Teilnehmerzahl wurden auch weitere Veranstalter auf die IRRC aufmerksam. Ab 2010 fuhr man erstmals in Chimay (Belgien). 2011 stand erstmals ein Rennen in Terlicko (Tschechien) auf dem Kalender. Im Jahr 2014 kamen Oss (Holland) und Horice (Tschechien) dazu. Seit 2016 fährt die IRRC auch im finnischen Imatra. Auf der ehemaligen finnischen Grand-Prix-Rennstrecke kannte die Begeisterung keine Grenzen, über 50 000 Zuschauer umsäumten die Strecke. Hinter dieser äußert erfolgreichen Entwicklung der Rennserie, steckt unter anderen die unermüdliche Arbeit der Frohburger Torsten Schmidt und Tom Nowka, sowie den belgischen und holländischen IRRC-Mitorganisatoren. Unzählige Stunden der Freizeit werden gerne geopfert, um die IRRC stetig weiter zu entwickeln. Mit weiteren Strecken in neuen Ländern wird derzeit verhandelt. „Mein Traum ist es, dass aus der IRRC eines Tages eine offizielle Europameisterschaft wird“, wünscht sich Torsten Schmidt. Die Voraussetzung dazu sind sicherlich gegebenen, gefahren wird ausschließlich auf Rennstrecken, die von den nationalen Landesverbänden abgenommen worden sind. Gleichzeitig sind die Veranstaltungen im UEM- oder FIM-Kalender aufgenommen.

Das IRRC-Starterfeld setzt sich ausschließlich aus Piloten zusammen, die den Rennsport als Hobby betreiben. Für ein preisgünstiges Startgeld von 1190 € (einmalige Einschreibgebühr bis zum 15. März) können die Starter aus zahlreichen europäischen Ländern insgesamt zwölf Rennen bestreiten. Gleichzeitig gibt es ein Tagesgeldpreisgeld sowie ein Preisgeld am Saisonende für die Plätze eins bis zehn. Für Imatra bekommen die Teilnehmer sogar noch Reisegeld. Im Vergleich dazu, können die Starter der Internationalen Deutschen Meisterschaft (IDM) von einer solchen Regelung nur träumen.

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