Drift Festival bringt Buchhübel zum Kochen

Die Luft brannte am Buchhübel. Nicht nur die heißen Temperaturen brachten die über 3000 Zuschauer beim Drift Festival auf dem Schleizer Dreieck zum Kochen. Die 35 Teilnehmer aus sechs Nationen taten ihr übriges und lieferten auf der legendären Rennstrecke in Ostthüringen großen Sport ab. Mit ihren PS-gewaltigen Boliden wurde ordentlich Gummi auf den Asphalt radiert.

Im Fokus der Fans stand natürlich „Local Hero“ Andy Wischnewski. Der Schleizer hatte bei seiner Saisonpremiere zunächst seine liebe Mühe in den Wettbewerb zu finden, konnte sich aber mit jeder Ausfahrt steigern. Der Vorjahressieger katapultierte sich mit seinen Fahrkünsten bis ins Semifinale, wo er auf den späteren Sieger Kajetan Rutyna traf. Der Pole ließ Wischnewski kaum Luft zum Atmen. Der Lokalmatador versuchte mit viel Einsatz zu kontern, musste aber unfreiwillig einen Umweg durch das Kiesbett nehmen. „Vielleicht wollte ich einen Hauch zu viel.“ Aber mit zwei blitzsauberen Drifts im kleinen Finale sicherte sich Wischnewski den viel umjubelten dritten Platz. „Ein sehr emotionales Wochenende für mich, mit einem tollen Ergebnis“, rekapitulierte ein sichtlich bewegter Schleizer.

Beim großen Finale des Drift Festivals auf dem Schleizer Dreieck behielt Kajetan Rutyna (Nr. 54) die Nerven, obwohl sein Gegner Maxi Grimm für einen überaus spektakulären Zweikampf sorgte.

Kajetan Rutyna ließ auch im Finale nichts anbrennen, obwohl sein Gegner Maxi Grimm für einen überaus spektakulären Zweikampf sorgte. Beide Kontrahenten scheuten es nicht, ein hohes Risiko einzugehen. Beim zweiten Finaldurchgang waren die beiden „Quertreiber“ in der ersten Kurve noch in bester Synchronmanier hauch eng beisammen. Mit viel Geschwindigkeit kamen aber beide Piloten am Kurvenausgang zu nah an das Kiesbett. Kajetan Rutyna konnte die Situation noch am besten meistern und rutschte lediglich mit der Hinterachse neben die Strecke. Der Ellwanger Grimm schlenderte mit allen vier Rädern durch den Schleizer Kies und musste sich mit Rang 2 abfinden.

Sieger Rutyna, der mit seinem zweiten Sieg in Folge auch die Führung in der deutschen Driftmeisterschaft übernehmen konnte, hatte nach seinem Sieg lobende Worte für die Veranstaltung übrig: „Die Strecke ist absolut tricky, aber genial. Schwierig zu bewältigen, da die Trainingszeit knapp bemessen war. Ich musste einiges probieren, um richtig in Fahrt zu kommen.“

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