SPEED – Das einzige wahrhaft fortschrittliche Vergnügen

In seinem neuen Buch „SPEED – Das einzige wahrhaft fortschrittliche Vergnügen“ widmet sich Mat Oxley der Frühzeit des Motorradrennsports, als sich mutige Männer auf klapprigen Zweirädern mit experimentellen Motorkonstruktionen aufmachten, um in ein neues Zeitalter vorzustoßen.

Hätten Sie gewusst, dass Oliver Godrey, der Sieger der ersten Senior TT auf dem legendären Mountain Course der Isle of Man im Jahr 1911, später im Ersten Weltkrieg zu den Flugpionieren Großbritanniens gehörte? Und dass sein Leben 1916 über Nordfrankreich ausgerechnet durch einen Abschuss von Manfred von Richthofen, bekannt als der „Rote Baron“, ein Ende fand? Es sind diese Fakten in Verbindung mit authentischen Erlebnisberichten aus erster Hand, welche das neue Buch von Mat Oxley ausmachen und eine längst vergangene Motorsportepoche wieder zum Leben erwecken. Mit Hilfe originaler Zeitungs- und Rennberichte porträtiert Oxley die frühen Helden der damals neuen Sportart und erzählt ihre teils abenteuerlichen Erlebnisse.

Rekordfahrer Eric Fernihough vor dem Start des Europameisterschaftslaufs in Hohenstein-Ernstthal 1936

SPEED führt den Leser zurück an das Ende des 19. Jahrhunderts, als plötzlich alles möglich schien. Es war eine Zeit großer Veränderungen: Elektrizität, Grammophone, Telefone, Bilder begannen sich auf der Leinwand zu bewegen. Als dann die ersten Motor-Fahrräder mit lautem Knattern und unerhörten Geschwindigkeiten von mehr als 50 km/h über die Feldwege donnerten, sollte es nicht lange dauern, bis sich einige verwegene Pioniere zu ersten Wettfahrten verabredeten. Der Motorradrennsport war geboren.

Während in Großbritannien Rennen auf abgesperrten öffentlichen Straßen nicht gestattet wurden – ein Verbot, welches bis heute besteht – wurden auf der anderen Seite des Atlantiks gigantische Rennstrecken im typischen amerikanischen Stil mit riesigen Steilwandkurven aus Holz erbaut, auf denen die Rennfahrer auf Werksmotorrädern von Indian und Harley Davidson immer neue Rekorde aufstellten. Zu diesen Rennfahrern gehörte Jake de Rosier, der auf den sogenannten „Murderdromes“ vor dem Ersten Weltkrieg hunderte Siege einfuhr und damit der Mike Hailwood oder Valentino Rossi seiner Zeit war.

Nach dem Ersten Weltkrieg brach auch in Europa das Rekordfieber aus. Immer höhere Geschwindigkeitsrekorde wurden auf Landstraßen und den ersten Autobahnen aufgestellt. Zu Beginn der 1930er machte sich BMW mit Rekordfahrer Ernst Henne und neuen absoluten Weltrekorden einen Namen. Der deutsche Hersteller, der bald auch die Unterstützung der aufstrebenden Nationalsozialisten genießen sollte, sah sich jedoch mit britischen Privatfahrern konfrontiert, welche sie mit bescheidenen Mitteln immer wieder herausforderten. SPEED erzählt auch die Geschichten dieser unerschrockenen Typen, unter ihnen George Brough, Owen Baldwin und Eric Fernihough, die bei der Rekordjagd immer wieder ihr fehlendes Budget mit technischem und organisatorischem Einfallsreichtum wettmachten.

Tauchen Sie mit „SPEED – Das einzige wahrhaft fortschrittliche Vergnügen“ in die frühe Epoche des Motorsports ein und erfahren Sie unter welchen gesellschaftlichen und politischen Bedingungen sich der Drang nach immer höheren Geschwindigkeiten schließlich zu dem entwickelte, was wir heute Motorradsport nennen.

Mat Oxley schreibt als Journalist und Autor seit über dreißig Jahren über das schnelle Motorradfahren. Als Rennfahrer siegte er bei der Isle of Man TT.

 

Buchdaten:

Titel: SPEED – Das einzige wahrhaft fortschrittliche Vergnügen
Herausgeber: Motorrennsport-Archiv Jordan
Autor: Mat Oxley (deutsche Fassung von Andy Jordan)
Inhalt: 240 Seiten inkl. Bildteile mit z.T. großformatigen Bildern
Preis: 24,90 €
ISBN: 978-3-945481-83-7

Das Buch kann exklusiv im Onlineshop auf  motorrennsportarchiv.de  oder telefonisch bei Jürgen Müller (03663/403153) vorbestellt werden.
Die Auslieferung erfolgt ab 28.10.2019

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