Die Gläser Rennbrüder

Das Buch widmet sich der wechselvollen und vergessenen Geschichte zweier Brüder aus dem vogtländischen Mylau. Rudolf und Siegfried Gläser gehören zweifellos zu den Pionieren beim Aufbau des Motorsports in der DDR. 1949 stiegen die beiden in den Motorradrennsport ein. Den Regularien der Sektion Motorrennsport folgend, trat Rudolf der BSG Chemie Plauen bei, Siegfried tat Gleiches mit seinem Eintritt bei der BSG Stahl Penig.

1950 starteten die Brüder noch als Nachwuchsfahrer. Es folgte die Klasse der Ausweisfahrer und mit der Rennsaison 1957 waren sie in der höchsten Klasse, der Lizenzfahrer, angekommen. Die Gläser-Brüder waren auf allen Rennstrecken der DDR zuhause und erfolgreich. Ob nun am Schleizer Dreieck, dem Sachsenring, beim Schlosspark-Rennen in Schwerin, in Bautzen, Chemnitz, Dresden-Hellerau usw., die Gläser-Brüder schrieben DDR-Rennsport-Geschichte.

Rudolf Gläser wurde 1957, 1958 und 1959 „Schnellster Fahrer der DDR in der Klasse bis 500ccm“. Siegfried bleibt aber der facettenreichere. Neben Motorradrennen, nahm er an Moto-Cross-Veranstaltungen sowie Straßenrennen für Tourenwagen teil.

Als Lizenzfahrer fuhren beide gegen die damalige Weltelite, u.a. in Schleiz, wie auch am Sachsenring. Rennteilnahmen am Nürburgring, oder auf den Hockenheimring führten die Brüder ins nichtsozialistische Ausland.

Die Selbständigkeit und die Erfolge im Motorradrennsport muss die Aufmerksamkeit der Stasi erregt haben. Im März 1960 flüchtete Rudolf nach Westdeutschland. Im April folgte Siegfried. Beide stiegen sofort wieder ins Renngeschäft ein. Rudolf wurde 1960 „Deutscher Meister seiner Klasse bis 500ccm“. Nach seinem Rennfahrerleben eröffnete Siegfried ein Autohaus. Rudolf war mit der Produktion von Motorrad-Verkleidungen, nach Gläser-Patent, sehr erfolgreich.

Zu beziehen zum Preis von 22 Euro unter:
ISBN: 978-3-932626-61-6

Schriften des Neuberin-Museums 61
Martina Bundszus
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