Wir sagen Danke: Fans bleiben dem Dreieck treu
Bleibt alles anders. Damit kann man wunderbar die diesjährige immerhin schon die 91. Auflage des Internationalen Schleizer Dreieckrennens beschreiben. Sportlich – nach der Absage der EuroMoto (vormals Internationale Deutsche Motorradmeisterschaft) merklich eingebremst – konnte das Flair und der Spirit der Veranstaltung dank der erstaunlich vielen treuen Zuschauer – der Veranstalter sprach von 15000 an drei Tagen – aufrechterhalten werden. Die ersten Campingfreunde schlugen, wenn auch nicht so zahlreich im Vergleich zu den letzten Jahren, bereits am Montag ihr Zeltlager am Buchhübel auf. Im Fahrerlager drehten sich die Fachgespräche auffällig oft um die vergangenen glorreichen Tage am Dreieck. Eine gewisse Besorgnis über die Zukunft der Rennstrecke war nicht zu verkennen. Die konnten die Vertreter des veranstaltenden Motorsportclub Schleizer Dreieck entkräften. „Unsere klare Zielrichtung für das kommende Jahr ist auf die Ausrichtung eines Weltmeisterschaftslaufs für Seitenwagen ausgelegt“, so der Vereinsvorsitzende Jörg Langer. „Und dafür stehen die Zeichen gar nicht schlecht.“
Auf der Rennstrecke wurde ansehnlicher Sport geboten. Die Fans und die Piloten feierten gemeinsam ein Motorsportfest. Ein Hauch EuroMoto wehte in den beiden Superbike-Rennen, die der Lehndorfer Jan-Ole Jähnig vor dem Pößnecker Chris Beinlich souverän gewann. Auch der Schleizer Philipp Stich durfte sich zumindest einmal über einen Sieg in der Supersportwertung freuen. Der ebenfalls aus Schleiz stammende Micky Winkler triumphierte bei beiden Rennen der Sportbikes. Markus Schlosser (CH), der Gaststarter aus der WM, wurde bei den Seitenwagen seiner Favoritenrolle gerecht.
