Spektakel SuperMoto auf dem Schleizer Dreieck

Es hatte etwas von Synchronschwimmen, was Jan Deitenbach (D) und Bernhard Hitzenberger (AUT) beim zweiten Lauf der prestigeträchtigen S1-Klasse bei der Internationalen Deutschen Supermoto Meisterschaft auf dem Schleizer Dreieck an den Tag legten. Die beiden Ducatisti stellten bei den extrem schwierigen Bedingungen, immer wieder einsetzender Regen machte dem Mischkurs mit seinem Straßen- und Offroadteil unheimlich rutschig, eine Klasse für sich dar und umrundeten den Parcours akkurat im Millimeterabstand. „Ich hätte gerne diese eine Lücke gefunden“, haderte der Österreicher kurz nach dem Rennen. „Aber Jan hat mir nicht den Gefallen getan und einen Fehler gemacht.“ Hitzenberger konnte mit P2 aber bestens leben, denn der Alpenländer baute damit seine Führung in der Gesamtwertung aus und darf weiter das Red Label auf seiner Ducati präsentieren. Für Deitenbach ging es nach einer längeren verletzungsbedingten Pause ohnehin nur noch um Einzelergebnisse. „Rennen zwei war schon richtig gut, obwohl wir da draußen in jeder Kurve zu kämpfen hatten. Ich bin solide mein Rennen gefahren und wollte keine Angriffsfläche liefern. Der Plan ist aufgegangen.“

Jan Deitenbach (#44) wird von Berhard Hitzenberger gejagt

Es hätte für Deitenbach auch ein nahezu perfektes Wochenende werden können, denn der Ducati-Pilot stellte schon in allen Trainingssitzungen das Maß der Dinge dar. Aber in Rennen eins lief einiges schief: „Der Hole-Shot ging an mich, aber noch in der ersten Runde war ich auf der Bremse ein wenig zu forsch. Das Vorderrad klappte ein und ich lag auf der Nase. Das Motorrad schnell aufgehoben und weiter gings, denn die Chancen fürs Podium waren weiter im Bereich des Möglichen. Ich konnte in jeder Runde zwei, drei Kontrahenten ein- und überholen, bis ich ein zweites Mal Bodenkontakt hatte. Diesmal mit dem Ergebnis, dass der Lenker krumm und der Kupplungshebel abgebrochen war. Mit Blick auf die Teamweltmeisterschaft in zwei Wochen hatte ich keine sonderliche Motivation mehr entwickeln können, eine neuerliche Aufholjagd zu starten, und habe mich auf den zweiten Lauf konzentriert.“ Der erste Sturz von Deitenbach hatte auch für dessen Markenkollegen Hitzenberger, der dem Deutschen zu diesem Zeitpunkt am Auspuff klebte, unliebsame Auswirkungen. „Ich habe mein Bike überbremst und mich synchron neben Jan gelegt.“ Die Aufholjagd des Österreichers, der wiederum auch nochmals einen zweiten harmlosen Ausrutscher wegstecken musste, blieb aber im Gegensatz zu Deitenbach von Erfolg gekrönt. Hitzenberger pflügte sich mit bestechender Vehemenz durchs Feld und landete hinter Gaststarter Thomas Hiebl, der dann in Lauf zwei unbedrängt den Bronzerang holte, als Zweiter auf dem Podest und kassierte die vollen Meisterschaftspunkte.

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