Klassiker geben sich ein Stelldichein

Mit der Sparkassen ADAC Klassik-Veranstaltung wird vom 17. bis 19. Mai die Motorsportsaison auf dem Schleizer Dreieck eingeläutet. Wie in den vergangenen Jahren gastiert die Moto Trophy mit ihrem kompletten Programm auf der Traditionsrennstrecke. Diese Rennserie mit zahlreichen europäischen Teams hat sich inzwischen prächtig entwickelt. Hier starten nicht nur die älteren Rennmaschinen ab den 1980er Jahren, sondern auch aktuelle Rennmotorräder. Für das Schleizer Event haben sich über 400 Fahrer in den verschiedenen Klassen in die Starterlisten eingetragen.

Eine Aufwertung erfuhr die Moto Trophy in dieser Saison in den Klassen Superbike und Zweitakt-Grand-Prix, die als European Moto Classics Series ausgefahren werden. Besonders interessant für das heimische Publikum dürfte die Klasse GP 250/S3 sein. Hier greifen die beiden Ex-DDR-Meister Stefan Tennstädt und Thomas Wittig in das Geschehen ein. Auch der Rockendorfer Frank Eismann gibt in dieser Klasse eine Kostprobe seines Könnens ab. Mit Herbert Hauf dürfen sich die Fans auf den 1981-er Europameister in der Viertelliterklasse freuen.

Auch die weiteren Klassen der Moto Trophy bieten spannenden Motorsport: Gleich 18 Yamaha SR 500 tummeln sich bei den Klassikern des Jahrgangs 1983, die hier auf verschiedene Baureihen der Marke Honda treffen. Abgerundet wird das Feld der Halbliterklasse mit den Ducatis und den Vierzylinder Benellis. Die italienischen Motorradmarken sind in der 350er-Klasse mit Aermacchi, Ducati und Morini stark vertreten, während in der großen Klasse bis 750 ccm und darüber die japanischen Marken den Ton angeben.

Ebenfalls bunt gemischt ist das Feld der Zweizylinder, die sich in die Hubraumklassen bis 990 ccm und darüber aufteilen. Während in der kleinen Klasse hauptsächlich Suzuki SV 650 gegen die Ducati 900 kämpfen, sind es in der großen Kategorie die Guzzis, die gegen die Ducatis antreten. Als Exoten wagen sich noch einige Yamaha TRXen in das Haifischbecken. Regen Zulauf hat in dieser Saison die Supersport 600 Klasse bekommen, in der alle japanischen Fabrikate vertreten sind.

In der Klasse der Youngtimer 400 zählt Ingo Benndorf (Honda CBR 400) aus Merseburg zum Favoritenkreis. Sein Debüt in dieser Klasse gibt der erst 14-jährige Burgstädter Justian König (Kawasaki 400). Gleich mehrere Moto3 Grand-Prix-Maschinen starten bei den Young Ridern darunter die Grünschnäbel Luca Göttlicher und Noel Willemsen.

Die Gespanne gehen in zwei Gruppen an den Start gehen. Aufgesplittet in die älteren Seitenwagen-Maschinen, bei denen die „Schmiermaxen“ noch akrobatisches Geschick bieten müssen, haben es die Beifahrer in den modernen Fahrzeugen etwas einfacher. Mit ihren 1000 Kubikzentimeter und rund 150 bis 170 PS starken Motoren sorgen sie stets für beste Stimmung auf den Rängen. Ein besonderes Augenmerk gilt hier sicherlich der Auftritt des ehemaligen WM-Piloten Wolfram Centner und seinem Schleizer Beifahrer Andy Wolfram. Darüber hinaus geben an diesem Wochenende mit Michael Wild (Bonn), Leif A. Nielsen (Dänemark), Hans Scheidegger, René Dünki (beide Schweiz) und Heinz Paschen – der Deutsche lebt inzwischen in den USA – weitere ehemalige Grand-Prix-Piloten ein Stelldichein. Gleichzeitig werden zahlreiche ehemalige Pro Superbike Piloten und einige Top Piloten aus dem Ausland erwartet. Besonders gespannt darf man auf einen weiteren Auftritt von Mr. Schleiz, Luke Notton, sein. Der Brite hat bei den Klassikrennen in Schleiz schon zahlreiche Siege einfahren können und gilt als nahezu unschlagbar.

Trainingsbeginn ist am Freitag und Samstag jeweils um 8 Uhr. Der Rennauftakt bleibt am Samstag um 14.25 Uhr den Gespannen vorbehalten. Am Sonntag werden ausschließlich Rennen ausgefahren, der erste Start erfolgt um 8 Uhr.

Zeitplan Klassik

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