Traktoren duckern am Dreieck

Etwas andere Motorengeräusche als üblich, gab es am vergangenen Wochenende im alten Fahrerlager des Schleizer Dreiecks zu vernehmen. Beim Traditionstreffen für Traktoren einschließlich Landmaschinen, IFA-Nutzfahrzeuge und Oldtimer präsentierten rund 150 Teilnehmer ihre Fahrzeuge aus verschiedenen Epochen. Zufrieden mit der Resonanz zeigte sich Organisationsleiter und Vorsitzender des Stammtisches des Lanz-Bulldog-Club Thüringen, Andreas Oertel: „Es hat einfach alles gepasst vom Wetter über die Teilnehmerzahlen bis hin zu den Besucherzahlen.“ Das Treffen verfehlte auch nach einer zweijährigen Zwangspause seine Anziehungskraft nicht. Aussteller aus Sachsen, Bayern und Thüringen fanden den Weg zum Schleizer Dreieck, um ihre liebevoll restaurierten Maschinen zu zeigen.

Die weiteste Anreise hatten die tschechischen Traktor-Freunde vom Traktor Klub Luby – Skalná aus der Nähe von Marienbad. Sie waren mit einem Zetor 15, einem Svoboda 12 und einem Ritscher-Traktor präsent. Die kürzeste Anfahrt hatte mit Abstand Sandro Klee. Der Oberböhmsdorfer hatte im Schlepptau seines Trabants 601 (Baujahr 1966) einen inzwischen fast die Vergessenheit geratenen Wohnanhänger aus der DDR-Produktion. Nach vielen Stunden mühevoller Arbeit erstrahlte der LC 9.200 (Baujahr 1976) aus dem VEB Heimstolz Werflingen im neuen Glanz. Der aus Sperrholz gefertigte Campinganhänger wurde aufgrund seiner Leichtbauweise eigens für den Trabant gebaut.

Einer der zahlreichen Höhepunkte an diesem Wochenende waren die Dreschvorführungen mit einer Lanz-Dreschmaschine und einer Welger Presse. „Wir wollen damit insbesondere der jüngeren Generation zeigen, wie in der Vergangenheit das Getreide gedroschen wurde“, so Andreas Oertel. Zu den zahlreichen Anziehungspunkten für die Besucher zählten auch der polnisch-sowjetische Flugzeugmotor vom Typ „Wilga 35“ und die Gasturbine des VEB Strömungsfabrik Pirna, die der Freienorlaer Gerhard Demuth mit nach Oberböhmsdorf brachte. Darüber hinaus gab es eine Sonderschau von Eicher-Traktoren zu sehen. Ein Unternehmen, welches 1936 von den Brüdern Josef und Albert Eicher gegründet wurde.

Abgerundet wurde die Veranstaltung mit einer Rundfahrt der Teilnehmer auf der aktuellen Rennstrecke. Bereits in der kommenden Wochenende steht das Schleizer Dreieck wieder im Blickpunkt. Bei der Classic-Veranstaltung des VFV gehen die Oldtimer auf zwei, drei und vier Rädern an den Start.

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