Das Dreieck in Frauenhand

„Girls just want to have fun“ – von diesem Motto getragen wurde auf dem Schleizer Dreieck das einzigartige „Petrolettes Festival“ zelebriert. Das Besondere daran: ein Festival von Frauen, für Frauen. Im Mittelpunkt des Interesses der Damen stand dabei das Motorrad. Männer blieben außen vor und mussten sich mit der Zuschauerrolle begnügen. Für viele Teilnehmerinnen, rund 500 fanden den Weg nach Schleiz, stellte das Festival eine seltene Möglichkeit dar, sich mit Gleichgesinnten ungezwungen austauschen zu können und natürlich auch zu feiern. Entsprechend herzlich gestaltete sich das Klima im Schleizer Fahrerlager, das mit viel liebe zum Detail in ein gemütliches Festivalgelände verwandelt wurde. Das Konzept sucht in Europa ihres Gleichen. „Wir konnten Gäste aus vielen Nationen begrüßen“, freute sich Irene Kotnik, die Gründerin des Festivals. „Zwei Mädels sind mit dem Motorrad extra wegen uns 2000 Kilometer aus Portugal angereist.“ Die Internationalität der Kennzeichen an den fein säuberlich aufgestellten Bikes war groß: Österreich, Schweiz, Polen, Niederlande und Frankreich. Selbst Gäste aus den USA waren auf dem Festivalgelände zu finden.

Die Damen ließen sich auch nicht den Spaß von den regelmäßigen Schauern vertreiben. Im Gegenteil. „Das ist doch die Würze eines jeden Festivals“, war als Tenor zu vernehmen. Im Blickpunkt der Frauen stand aber bei weiten nicht nur die Hauptbühne, auf der an zwei Tagen musikalische Darbietungen und diverse Shows zum Besten gegeben wurden. Die Auswahl an Tagesaktivitäten gestaltete sich breit: Von Workshops, die einen kleinen Schrauberkurs beinhalteten oder sich der Fotografie widmenden, wurden den Teilnehmerinnen neben Fahrtrainings auch Ausfahrten in der landschaftlich reizvollen Region angeboten. Den sportlichen Höhepunkt stellte ein Beschleunigungsrennen auf der 1/4-Meile auf der Start-Ziel-Geraden der Rennstrecke dar. Dieser Herausforderung stellten sich über 30 Motorradfahrerinnen.

Die Gründerin vom “Petrolettes Festival” Irene Kotnik

„Wir haben alle Mädels mit einem breiten Grinsen unter dem Helm auf den Nachhauseweg schicken können. Das freut uns ungemein“, lauten die versöhnlichen abschließenden Worte von Irene Kotnik. „Wir werden von den Erlebten noch einige Monate zerren können und genau das ist der Grund, warum wir das überhaupt machen.“

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